Betrüger haben Hochkonjunktur

Laut einer bislang unveröffentlichten Kriminalstatistik der Polizei haben die Fälle von Trickbetrügereien in Hamburg im letzten Jahr zugenommen. Dies berichtet das Hamburger Abendblatt in seiner heutigen Ausgabe.

Dabei sind die Betrugsarten vielseitig, selten neu, aber offenbar immer wieder erfolgreich. Ob es sich um gefälschte Rechnungen, erfundene Forderungen samt Mahnungen oder falsche Onlineshops handelt, im vergangenen Jahr registrierte die Polizei über 33.000 Fälle.

Oft sind es die „üblichen“ Übeltäter

Es mag überraschen, dass viele Hamburger offenbar auf Betrugsmaschen hereinfallen, die bereits seit vielen Jahren bekannt sind und deren Ablauf schon oft in den Medien dargestellt wurde. Ob es der „Enkeltrick“ ist, beim dem sich vermeidliche Verwandte bei zumeist älteren Menschen als ihre Enkel ausgeben und das Opfer zu einer Zahlung bewegen, indem eine Notsituation erklärt wird, oder die berühmte Erbschaft eines verschollenen Großonkels aus Tansania, dessen Vermächtnis nun dem Betrugsopfer übertragen werden soll, was jedoch eine nicht unerhebliche und natürlich vorab zu leistende Gebühr erforderlich macht. Es gibt scheinbar immer neue Opfer, die auf diese Maschen hereinfallen.

Starker Zuwachs bei Warenkreditbetrügern

Nahezu 17 Prozent häufiger als im Vorjahr traten Fälle auf, bei denen die Betrüger mit fremden Namen Waren bestellten oder als Verkäufer auftraten und nach Leistung einer Vorkasse im Untergrund verschwanden.

Die Polizei will das Problem stärker angehen und nun das Betrugsdezernat mit zusätzlichem Personal unterstützen.

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Helfen Sie mit, die Betrügereien einzudämmen. Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen! Sind Sie selbst schon einmal Opfer eines Betrugs geworden und wie sind die Täter vorgegangen?

Galerie im Georgshof zeigt Projekte mit Geflüchteten

Noch bis zum 28. Februar 2019 sind in der Galerie am Georgshof künstlerische Ergebnisse und dokumentarische Fotografien aus kulturellen Projekten mit Geflüchteten zu sehen. Die Ausstellung in der Galerie der Alfred Toepfer Stiftung F. V. S. gibt einen Einblick in Aktivitäten, die durch den Fonds „FREIRÄUME!“ ermöglicht wurden. In den vergangenen drei Jahren wurden 100 Kulturprojekte aller Sparten für geflüchtete Kinder und Erwachsene durch die Freie und Hansestadt Hamburg, zahlreiche Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen mit insgesamt 755.000 Euro gefördert.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Es freut mich sehr, dass der Fonds ‚FREIRÄUME!‘ von 2015 bis heute Wirkung zeigt und zahlreiche Projekte in der Stadt umgesetzt werden konnten. Ein schönes Ergebnis ist es auch, dass durch die Ausstellung die Arbeiten mit und von Geflüchteten sichtbar und somit ganz selbstverständlich zu einem Teil der Hamburger Kulturlandschaft werden. Die Arbeiten geben uns und unseren neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Gelegenheit, sich mit den Themen Heimat und unserer gemeinsamen Zukunft auseinanderzusetzen.“

Neben gemalten Bildern, Collagen, gebastelten Erzeugnissen und Fotos aus den Projekten ist ein Trickfilm zu sehen, den geflüchtete Kinder aus einer Bergedorfer Unterkunft gemeinsam mit Profis animiert und eingesprochen haben. Ausgestellt ist außerdem die „Afghan Box“, eine einfache Kamera in Schachtelform aus Holz, die in Afghanistan von Fotografen auf der Straße benutzt wird und von geflüchteten Jugendlichen im Werkhaus Münzviertel nachgebaut wurde. Gemeinsam ist allen Projekten, dass sie sich mit Themen wie Heimat oder Zukunft auseinandergesetzt haben: Wo fühle ich mich zu Hause, wie nehme ich meine neue Umgebung war, wie und wo möchte ich in Zukunft leben?

Die Ausstellung in der Galerie am Georgshof (Georgsplatz 10, 20095 Hamburg) ist bis zum 28. Februar 2019 jeweils Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Folgende Projekte sind in der Ausstellung vertreten:
• Mohalla – GWA St. Pauli e. V.
• Strange at home – fraplab e. V.
• Stimmen der Zukunft – Hajusom e. V.
• Wir machen die Welle – Kunstinitiative Brookkehre
• KunstGrenzgänge – LichtwarkSchule
• Novaland – Deutsches SchauSpielHaus Hamburg
• Bauen mit Lehm für Groß und Klein – Bunte Kuh e. V.
• Ziemlich schöne Aussichten – Jan Köchermann und Karin Haenlein
• Afghan-Box, Fotoprojekt mit geflüchteten Jugendlichen – Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.
• Künstlergruppe für Flüchtlinge – Ulrike Hinrichs
• Kulturcafé Alltona – MOTTE e. V.

Dauerparker vom Flughafen sollen aus den Wohngebieten verschwinden

Für die Anwohner rund um den Hamburger Flughafen ist es seit Jahren ein Dauerärgernis: Fluggäste, die sich die Parkgebühren am Flughafen sparen wollen und daher ihr Fahrzeug in den angrenzenden Wohngebieten abstellen. Bereits 1991 hat der Landesbetrieb Verkehr mit einem Bewohnerparkgebiet reagiert, um dem entgegenzuwirken.

Anwohnerparkgebiet wird erweitert

Bisher dürfen zwischen der Flughafen-/Zeppelinstraße und der Alsterkrugchaussee nur Anwohner mit entsprechendem Anwohnerausweis parken. Zukünftig soll sich dieses Anwohnerparkgebiet bis zur Röntgenstraße im Süden und bis zu U-Bahn-Linie 1 im Osten erstrecken. In Richtung Norden soll es bis zur Langenhorner Chaussee und Beim Schäferhof nur noch Anwohnern das Parken gestattet sein. Die Änderungen sollen noch vor den Sommerferien in Kraft treten.

Dieselfahrverbot bringt offenbar nichts

Seit einigen Monaten gibt es jetzt in der Max-Brauer-Alle und in der Stresemannstraße Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Aktuelle Messungen im Oktober bestätigen jetzt: Beide Standorte sind stärker belastet, als noch vor einem Jahr.

Vorjahresvergleich fällt vernichtend aus

Die Stickoxid-Werte der Messstationen beider Straßen wurden mit dem Vorjahreswert im Oktober verglichen. Das ernüchternde Ergebnis: Der Abgas-Ausstoß ist in beiden Straßen sogar um rund 23 Prozent gestiegen. Im Monatsmittel wurden 48 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft gemessen. Im Vorjahr waren es noch 39 Mikrogramm – ganz ohne Fahrverbot.

Weniger Anstieg ohne Fahrverbot

Verglichen wurden auch die Werte von Messstationen in der Habichtstraße und der Kieler Straße, in denen es kein Dieselfahrverbot gibt. Zwar sind auch hier die Werte angestiegen, jedoch nur um 17 bzw. 22 Prozent.

Fahrverbot nur „PR-Gag“

Die Sinnhaftigkeit solcher Fahrverbote ist stark umstritten, da der Dieselverkehr durch diese Maßnahme nicht weniger wird, sondern sich nur auf die umliegenden Straßen verlagert. Der Bürgerschaftsabgeordnete Norbert Hackbusch von den Linken nennt die Fahrverbote PR-Gag und Beruhigungsmittel. Auch der CDU-Umweltexperte Stephan Gramm spricht sich gegen die Fahrverbote aus. Eine Stellungnahme der Umweltbehörde steht bislang noch aus.

Diskutieren Sie mit: Wie sinnvoll sind die Durchfahrtverbote Ihrer Ansicht nach auf den beiden Hamburger Strecken? Schreiben sie uns einen Kommentar!

Bürgerschaft beschließt Fernwärme-Rückkauf

Nachdem im ersten Schritt bereits im Oktober der Senat den Rückkauf beschlossen hat, hat nun auch die Hamburgische Bürgerschaft zugestimmt. Das Fernwärmenetz von Vattenfall soll von Hamburg zurückgekauft werden. Auslöser war der in 2013 ausgerufene Volksentscheid, in dem sich Hamburgs Bürger dafür eingesetzt haben, dass die Energienetze wieder von städtischer Hand geführt werden sollen.

950 Millionen Euro für den Rückkauf

Die FDP kritisiert das Vorhaben. Fraktionschef Michael Kruse sagt, ein Rückkauf verschwende Steuergelder und verteure die Fernwärmepreise. Die Grünen halten dagegen und sagen, der Volksentscheid von 2013 sei bindend. Der Rückkauf soll 950 Millionen Euro kosten.

Eine Tonne Kokain beschlagnahmt

Am gestrigen Mittwoch hat die Hamburger Polizei einen der größten Drogen-Funde seit langem veröffentlicht. In einem Lastwagen in Rothenburgsort hatte die Polizei letzte Woche mehr als eine Tonne Kokain in handlichen 1kg-Päckchen beschlagnahmt. Der Wiederverkaufswert dieser Menge wird auf rund 150 Millionen Euro geschätzt. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen.

Laut Auskunft der Staatsanwaltschaft sei die Ladung aus Brasilien nach Hamburg gekommen und sollte weiter nach Ludwigshafen transportiert werden. die Ladung wurde nicht zufällig entdeckt: bereits seit Monaten ermittelte die Polizei und war über das Eintreffen der größeren Ladung informiert. Inzwischen wurden elf Männer bei einer Razzia festgenommen und sitzen nun in Untersuchungshaft.

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