„Nur Geimpfte und Genesene“ – Hamburg beschließt die Einführung der „2G-Regel“

Der rot-grüne Senat kann will heute eine Regelung beschließen, die Ungeimpfte von Veranstaltungen und Gastronomie ausschließen könnte. Der Restaurant- oder Konzertbesuch soll dann nur noch für gegen Corona Geimpfte oder von einer Infektion Genesene erlaubt sein. Dafür soll dann die Abstands- und Maskenpflicht entfallen und mehr Gäste zugelassen werden. Hamburg wäre dann das erste Bundesland, das eine „2G-Regelung“ einführt. In einer für heute angesetzte Pressekonferenz wird der Senat seine Entscheidungen öffentlich bekannt geben.

Update: Die „2G-Regelung“ wurde wie erwartet vom Hamburger Senat beschlossen. Publikumseinrichtungen wie Restaurants oder Theater können ab Samstag, den 28.08.2021 Angebote ausschließlich für Geimpfte und Genesene anbieten. Für solche Angebote entfallen dann Beschränkungen wie Abstandsvogaben, Testpflicht, Tanzverbot oder Vorgaben zu Sitzplätzen oder Tischanordnungen. Auch gibt es für Restaurants und Kneipen unter diesen Umständen keine Sperrstunde mehr.

Kinder und Jugendliche mit befristeter Ausnahmeregelung

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren können noch sechs Wochen lang unabhängig von ihrem Impfstatus an solchen „2G-Angeboten“ teilnehmen. Danach gelten die „2G-Regeln“ auch für sie, da bis dahin auch alle Jüngeren die Chance auf eine Impfung hätten.

Bedingte Maskenpflicht bleibt

Weiterhin eine Maskenpflicht besteht jedoch in den Inneneinrichtungen kultureller Stätten wie Theater, Kinos, Museen, Bibliotheken und Tierparks. Dafür dürfen diese unter 2G wieder alle Plätze anbieten.

Musikclubs dürften mit 2G wieder bis zu 1.300 Menschen in geschlossenen Räumen aufnehmen. Gleiches gilt für Livemusik- und Sportveranstaltungen. Im Außenbereich erhöht sich diese Grenze auf 2.000 Personen. Allerdings: Wo getanzt wird sind es nur 150 Menschen drinnen bzw. 750 draußen. Und: Beim Tanzen muss auch eine Maske getragen werden.

Keine Personengrenze gibt es bei 2G im Fitnessstudio, Schwimmbädern oder in Saunen. Allerdings gilt auch hier in Innenräumen die Maskenpflicht.

Meldepflicht für Veranstalter

Wer solche „2G-Angebote“ anbieten möchte, muss dies online anmelden und seine Gäste auch kontrollieren, ob sie einen Impf- oder Genesenen-Nachweis bei sich führen. Bei Verstößen können Bußgelder bis zu 20.000 EUR fällig werden.

Wegfall der Kontaktnachverfolgung

Der Einzelhandel wird es begrüßen: Ab Samstag entfällt auch die Pflicht zur Kontaktnachverfolgung in allen Hamburger Geschäften.

Coronatests nur noch verkürzt gültig

Bereits vorher beschlossen wurde, dass PCR-Tests nur bis zu 48 Stunden gültig sind. Schnelltests sogar nur noch 24 Stunden. Kinder unter sieben Jahren sind von einer Testpflicht befreit. Ebenso Schüler und Schülerinnen während der Schulzeit, da es ausreichend Testangebote während des Schulbetriebes gibt.

Hamburg sucht Mitarbeiter zur Kontaktnachverfolgung

Nachdem die Corona-Inzidenz seit einigen Wochen steil nach oben stieg, stagniert sie nun seit einigen Tagen, wenn auch auf hohem Niveau. Um auf die vierte Welle vorbereitet zu sein, will Hamburg seine im vergangenen Winter gegründete Spezialeinheit zur zentralen Kontaktnachverfolgung weiter ausbauen und sucht Bewerber.

Bewerben kann sich jeder. Der Chef von Kasse Hamburg, Jan Schönrock, erwähnt insbesondere Schulabgänger oder Rentner. Gute Chancen hätten auch Bewerber, die mehrere Sprachen beherrschen. Die Entlohnung erfolgt tarifabhängig und beträgt derzeit 2.400 EUR brutto bei Vollzeit.

Link zum Stellenangebot: https://www.hamburg.de/jobs-wohnungen/arbeitgeber-hamburg/14763048/helfer-gesucht/

Wo kann man sich testen lassen?

Alle Hamburger sollen sich ab heute einmal wöchentlich in Testzentren, Apotheken und Hausarztpraxen mittels Schnelltest auf Corona testen lassen können, und zwar kostenlos.

Von einem flächendeckenden Angebot kann allerdings derzeit noch keine Rede sein, zu kurzfristig wurde dieser fromme Wunsch in die Welt gesetzt, ohne dass über die organisatorischen Hürden Klarheit herrscht. So wurde von der Sozialbehörde am Samstag eine Liste veröffentlicht, in der kein einziges Test-Angebot aufgeführt wurde. Die Sozialbehörde teilt mit, dass in Kürze unter www.hamburg.de/corona eine ständig aktualisierte Liste der teilnehmenden Teststandorte und Apotheken veröffentlicht werden soll.

Termine für den Schnelltest

Für einen Schnelltest beim Hausarzt können Hamburger derzeit unter der Rufnummer 116 117 telefonisch Termine vereinbart werden. Für einen Termin in einem Testzentrum soll eine Terminvergabe online auf der jeweiligen Website zur Verfügung stehen.

Verhalten nach einem Test

Falls das Testergebnis negativ ausfällt, wird dies in einem Nachweis festgehalten, mit dem zum Beispiel der Besuch bestimmter Einrichtungen möglich sein wird. Ein negatives Testergebnis berechtigt allerdings nicht, die bestehenden Verhaltensregeln und Hygienemaßnahmen auszusetzen.

Bei einem positiven Befund besteht übrigens die Pflicht, unverzüglich einen PCR-Test durchführen zu lassen und sich bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses in häusliche Quarantäne zu begeben. Für den Fall, dass auch dieser Test positiv ausfällt, wird das Gesundheitsamt durch das Labor informiert.

Hier können Sie die aktuelle Liste der teilnehmenden Testzentren und Apotheken downloaden.

Vatertagspläne – Was ist erlaubt? Was ist verboten?

Der inoffizielle Männer-Party-Tag kommt dieses Jahr unter ungewöhnlichen Voraussetzungen. Das gemeinsame Feiern bei kühlen Getränken und mit der Wurst auf dem Grill fällt wohl aufgrund diverser Auflagen in vielen Fällen flach. Aber was ist denn nun erlaubt und worauf müssen Väter dieses Jahr verzichten?

Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Jedes Bundesland kocht hier sein eigenes Süppchen. In Hamburg sind grundsätzlich die bereits gewohnten Hygiene- und Abstandsregeln auch über Himmelfahrt einzuhalten. Das heißt: im öffentlichen Raum aufhalten ja, aber weiterhin mit mindestens 1,5 Metern Abstand. Es dürfen sich bis zu zehn Personen aus zwei Haushalten treffen.

Hafenrundfahrten und Bootsausflüge sind auch wieder gestattet, jedoch nur mit der Hälfte der ursprünglichen Personenanzahl. Wer die Zeit für Sport im Freien nutzen möchte, darf dies zwar, allerdings auch mit dem üblichen Abstandsgebot. Ausdauer- oder Torschusstraining sind daher zum Beispiel erlaubt, ein Zweikampftraining jedoch nicht.

Diese Verbote bleiben noch bestehen

Feiern in Gruppen ist weiterhin nicht gestattet, egal ob auf öffentlichen Plätzen oder in der heimischen Wohnung. Grillen und Picknicken in der Öffentlichkeit muss ebenso ausbleiben. Überwacht werden soll dies durch die Ordnungsbehörden und der Polizei, Verstöße werden mit Strafzahlungen sanktioniert.

Tanzlokale, Clubs, Bars… alles bleibt geschlossen. An Großveranstaltungen wie Straßenfeste, Konzerte etc. ist natürlich auch nicht zu denken.

Schleswig-Holstein erlaubt Tourismus – in Maßen

Wer sich unter diesen Voraussetzungen trotzdem nicht die Laune verderben lässt, macht halt das Beste draus. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Familienausflug? Dann aber nicht auf die Nordseeinseln, Büsum oder St. Peter-Ording, denn diese Ziele sind vom 21. bis 24. Mai (und danach noch einmal über das Pfingstwochenende) für Touristen tabu. Die Ostseeküste darf -natürlich auch unter den bekannten Abstandsregeln- besucht werden. Vorerst.

Gaststätten in Hamburg sind wieder geöffnet

Ab heute dürfen die Hamburger wieder in ihre Lieblingsrestaurants und Bars. Allerdings sind auch weiterhin einige Auflagen zu beachten. Zwischen den Gästen muss auch weiterhin ein Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden. Alle Gäste müssen ihre Personalien hinterlassen, damit im Falle eines Falles die Infektionskette nachverfolgt werden kann. Außerdem dürfen keine Büffets angeboten werden.

Hotels dürfen bis zu 60% belegen

Auch für Hotels gibt es Erleichterungen. So dürfen sie bis zu 60% ihrer Kapazität auslasten. Aber auch hier gelten die oben genannten Abstandsregeln.

1 Kunde pro 10 Quadratmeter

Nein, hier geht es nicht um angepasste Tierschutzmaßnahmen. Diese Vorschrift bezieht sich auf Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern, denn diese dürfen seit heute auch wieder in Hamburg ihre Türen öffnen.

Neue Traktor-Demo am Donnerstag

Aufgrund der am Donnerstag in Hamburg stattfindenden Umweltministerkonferenz wollen Landwirte erneut auf ihre Bedürfnisse aufmerksam machen. Rund 4.000 Trecker werden erwartet, die auf sieben verschiedenen Routen nach Hamburg geführt und dort auf verschiedene Abstellorte verteilt werden. Am Gänsemarkt soll dann zwischen 12 und 14 eine Kundgebung der Bauernverbände folgen. Die Polizei warnt vor erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Bauern protestieren gegen das sogenannte „Agrar-Paket der Bundesregierung“, das unter anderem eine Verschärfung der Düngeverordnung vorsieht. Diese soll für einen höheren Schutz des Grundwassers vor Nitrat durch Überdüngung sorgen, da die Nitratbelastung seit Jahren bundesweit konstant hoch ist. Auch soll in diesem Paket der umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat ab 2024 verboten werden. Die Landwirtschaft befürchtet, dass durch diese Politik Familienbetriebe um ihre Existenz fürchten müssen.