Ab heute gilt in Hamburgs Pflegeberufen die Impfpflicht

Während über eine allgemeine Impfpflicht noch weiter kontrovers diskutiert wird, gilt diese in Hamburg nun für alle Angehörigen der Gesundheits- und Pflegeberufe, für alle Beschäftigten in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Arztpraxen. Wer nicht geimpft ist, muss mit Konsequenzen rechnen. Dies kann von einem einfachen Bußgeld bis hin zum Arbeitsverbot und Jobverlust gehen.

Bis zum gestrigen Dienstag mussten alle Beschäftigten ihren Impfstatus nachweisen. Wer dies nicht konnte oder wollte, darf ab heute seine Tätigkeit nicht mehr aufnehmen. Der Arbeitgeber hat diese Fälle dann über ein Online-Portal zu melden.

 

Jeder Fall wird einzeln entschieden

Wenn ein Mitarbeiter ungeimpft ist, wird das Gesundheitsamt den Kontakt aufnehmen und entscheiden, wie in diesem Fall umgegangen wird. Im Regelfall wird dann ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen, wodurch auch der Anspruch auf Gehalt entfällt.

Allerdings wird auch in jedem Einzelfall die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen geprüft. Sollte der Mitarbeiter unabkömmlich sein und der Ausfall zu ernsthaften Problemen im Betrieb führen, kann das Gesundheitsamt in einer Ermessensentscheidung auch die Beschäftigung zunächst weiter erlauben. Es gehe dabei darum, die Versorgungssicherheit aufrecht zu erhalten, heißt es aus Hamburgs Sozialbehörde.

Hamburgs hohe Impfquote

Im Vergleich zu anderen Bundesländern hat Hamburg jedoch eine recht hohe Impfquote unter den Beschäftigten in den Pflegeberufen. Von den rund 25.000 Mitarbeitern sind im Schnitt 10 Prozent nicht geimpft. Auch Hamburgs Krankenhäuser sehen der neuen Regelung relativ gelassen entgegen. Asklepios und das UKE melden beide Impfquoten von 98 bzw. 99 Prozent.

Die Impfpflicht gilt zunächst bis zum Ende des Jahres.

Hamburg sucht Mitarbeiter zur Kontaktnachverfolgung

Nachdem die Corona-Inzidenz seit einigen Wochen steil nach oben stieg, stagniert sie nun seit einigen Tagen, wenn auch auf hohem Niveau. Um auf die vierte Welle vorbereitet zu sein, will Hamburg seine im vergangenen Winter gegründete Spezialeinheit zur zentralen Kontaktnachverfolgung weiter ausbauen und sucht Bewerber.

Bewerben kann sich jeder. Der Chef von Kasse Hamburg, Jan Schönrock, erwähnt insbesondere Schulabgänger oder Rentner. Gute Chancen hätten auch Bewerber, die mehrere Sprachen beherrschen. Die Entlohnung erfolgt tarifabhängig und beträgt derzeit 2.400 EUR brutto bei Vollzeit.

Link zum Stellenangebot: https://www.hamburg.de/jobs-wohnungen/arbeitgeber-hamburg/14763048/helfer-gesucht/

Neue Traktor-Demo am Donnerstag

Aufgrund der am Donnerstag in Hamburg stattfindenden Umweltministerkonferenz wollen Landwirte erneut auf ihre Bedürfnisse aufmerksam machen. Rund 4.000 Trecker werden erwartet, die auf sieben verschiedenen Routen nach Hamburg geführt und dort auf verschiedene Abstellorte verteilt werden. Am Gänsemarkt soll dann zwischen 12 und 14 eine Kundgebung der Bauernverbände folgen. Die Polizei warnt vor erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Bauern protestieren gegen das sogenannte „Agrar-Paket der Bundesregierung“, das unter anderem eine Verschärfung der Düngeverordnung vorsieht. Diese soll für einen höheren Schutz des Grundwassers vor Nitrat durch Überdüngung sorgen, da die Nitratbelastung seit Jahren bundesweit konstant hoch ist. Auch soll in diesem Paket der umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat ab 2024 verboten werden. Die Landwirtschaft befürchtet, dass durch diese Politik Familienbetriebe um ihre Existenz fürchten müssen.

95 Prozent haben in Hamburg das Abi 2019 geschafft

Das Schuljahr 2018/2019 ist so gut wie durch und die Abiturergebnisse liegen vor. Demnach haben über 9.000 Abiturienten ihr Ziel erreicht, was rund 95 Prozent entspricht. Hierbei lag die Durchschnittsnote bei 2,42. Hamburg liegt somit im Mittelfeld aller Bundesländer.

Niveau nahezu unverändert

Im Vorjahr lag die Durchschnittsnote bei 2,41, also nahezu gleich. Schulsenator Ties Rabe (SPD) sagt: „Ja wir freuen uns, dass das Abitur auf dem gleichen Niveau liegt wie in den letzten neun bis acht Jahren auch. 2,42 ist der Notendurchschnitt. Das ist ordentlich. Damit liegt Hamburg im Mittelfeld der Bundesländer. Und mit über 9.000 Abiturienten können wir uns glaub ich sehen lassen.“

Mathe-Abitur war zu schwer

Um einen bestimmten Teil der schriftlichen Mathe-Abiturprüfung gab es gewaltigen Ärger, da dieser von vielen Schülern als zu schwer angesehen wurde. In einer Online-Petition von Abiturienten hieß es, dass die Anforderungen nicht erfüllbar gewesen wären. Die Schulbehörde zeigte sich einsichtig und hob für betroffene Schüler die schriftliche Note an.

Brandgefahr bei E-Autos

So langsam kommt das E-Auto in der Gesellschaft an, die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge steigt von Jahr zu Jahr. Dieser neue Typ von Kraftfahrzeug birgt aber auch neue Herausforderungen zum Beispiel für die Feuerwehr.

Wenn ein E-Auto in Brand gerät, ist das für die Feuerwehr ein Gefahrguteinsatz. Ein E-Auto ist ein sogenanntes „Hochvoltsystem“ und erzeugt Stromspannungen bis zu tausend Volt, die über Kabel von den Batterien zum Motor geleitet werden. Ein Brand lässt sich zwar zunächst löschen, die im Auto verbauten Akkus entzünden sich aber häufig immer wieder.

Kreative Löschmethoden

Als vor zwei Wochen auf dem Rastplatz Moorkaten an der A7 ein E-Auto brannte, konnte dieses schnell mit Schaum und Wasser gelöscht werden. Eine Wärmebildkamera zeigte jedoch, dass die Akkus nicht abkühlten und so der Brand jederzeit neu entfachen konnte. Die Feuerwehr griff daher zu einer ungewöhnlichen Methode und forderte einen Container an, der mit Wasser gefüllt und in den das Fahrzeug mit Hilfe eines Krans eingetaucht wurde. Erst jetzt kühlten die Akkus ab.

Kein einheitliches Verfahren

Aufgrund der schnellen Entwicklung der Elektromobilität sind solche Einsätze eine große Herausforderung. Die Löschmethode sei oftmals vom Modell abhängig, erklärt Claas-Hendrik Heß, der stellvertretende Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr in Kaltenkirchen. Auf dem aktuellen Stand zu sein, sei ein riesiger Aufwand. Ein Viertel der Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Kaltenkirchen sind Verkehrsunfälle. E-Autos sind jedoch noch vergleichsweise selten betroffen. Dies dürfte sich in den nächsten Jahren ändern.

Machen Sie mit! Finanzamt befragt Bürgerinnen und Bürger

Am 1. März 2019 startete unter dem Motto „Zufrieden? www.ihr-finanzamt-fragt-nach.de“ eine länderübergreifende Online-Befragung zur Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Finanzamt. Auch die Hamburgerinnen und Hamburger haben in den kommenden zwölf Monaten die Möglichkeit, ihre Meinung abzugeben. Die Befragung läuft bis zum 29. Februar 2020 und erfolgt selbstverständlich anonym.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Ich würde mich freuen, wenn sich möglichst viele Hamburgerinnen und Hamburger an der Befragung beteiligen. Dadurch erfahren wir unmittelbar, was gut läuft und wo die Bürgerinnen und Bürger eventuell auch noch Verbesserungsbedarf sehen. Solche Befragungen helfen uns, im Sinne einer bürgernahen Verwaltung noch besser zu werden… Je mehr Feedback wir bekommen, umso gezielter können wir die Arbeit unserer Steuerverwaltung bedarfsgerecht und bürgernah weiterentwickeln. Teilnehmen lohnt sich also!“

Zu folgenden Themen wird gefragt:

  • Abgabe der Einkommensteuererklärung
  • Bearbeitung der Einkommensteuererklärung
  • Bearbeitung von Einsprüchen
  • Erreichbarkeit
  • Verhalten und Kompetenz der Beschäftigten
  • Generelle Zufriedenheit

 

Unter www.ihr-finanzamt-fragt-nach.de kann an der Befragung teilgenommen werden.

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