5 März, 2019 | Gesundheit, Soziales
Etwa acht Prozent der Hamburger gesetzlich Versicherten waren in 2016 wegen Diabetes mellitus Typ-2 in ambulanter ärztlicher Behandlung. Das sind – bezogen auf die Hamburger Bevölkerung – rund 150.000 Hamburgerinnen und Hamburger. Dies geht aus dem neuen Bericht „Risikofaktoren und Prävention von Diabetes in Hamburg“ hervor, den die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) veröffentlicht hat. Dafür wurden unter anderem Krankenkassen-Daten zu Diabetes ausgewertet und fast 1.500 Erwachsene bis 60 Jahre telefonisch befragt.
„Unsere hamburgweite Befragung hat gezeigt: 84 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger bis 60 Jahre haben nur ein niedriges Risikopotential für eine Diabetes-Erkrankung. Aber diejenigen, bei denen schon mehrere Risikofaktoren präsent sind, unterschätzen anscheinend häufig die Situation. Dies zeigt, wie wichtig Aufklärung und die Früherkennung sind – insbesondere vor dem Hintergrund, dass eine wirksame Prävention von Diabetes mellitus Typ-2 häufig möglich ist“, so Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.
Wird Diabetes gar nicht oder nicht richtig behandelt, kann dies für die Betroffenen schwerwiegende Auswirkungen haben: Neben Einschränkungen in der Lebensqualität kann es zu gravierenden Folgeerkrankungen kommen.
Auch der so genannte Schwangerschaftsdiabetes kann die Gesundheit der Mutter und die des Kinders gefährden. Der Anteil der Frauen mit dieser Diagnose ist in Hamburg in 15 Jahren von weniger als zwei Prozent auf fast fünf Prozent gestiegen. Positiv zu bewerten ist, dass viele Schwangere das Angebot zum Screening auf Schwangerschaftsdiabetes nutzen. 2016 haben sich drei Viertel der schwangeren Hamburgerinnen daran beteiligt. Bei fast 1.000 Frauen wurde die Erkrankung diagnostiziert. Adipositas ist als Risikofaktor für Schwangerschaftsdiabetes schon zu Beginn der Schwangerschaft bei jeder zehnten Frau festzustellen.
Vielen chronischen Krankheiten liegen dieselben Krankheitsursachen zugrunde. Für die Diabetes-Typ-2 Erkrankungen sind – neben einer möglichen genetischen Disposition – vielfach stärkeres Übergewicht und zu wenig körperliche Bewegung relevant. Bewegungsmangel ist auch in der Hamburger Bevölkerung verbreitet: Zwei Drittel der Hamburger Befragten bewegen sich weniger als fünf Stunden pro Woche.
Prüfer-Storcks: „Essenziell für die Senkung des Erkrankungsrisikos sind Gesundheitsförderung und Prävention, denn das Auftreten von Typ-2-Diabetes ist wesentlich durch ungünstige Lebensstilfaktoren mitbedingt und kann durch ausgewogene Ernährung, Reduktion von Zucker, regelmäßiger körperlicher Aktivität und damit einhergehend Vermeidung von Übergewicht verzögert oder sogar verhindert werden. Wir wollen deshalb das Bewusstsein der Menschen über ernährungs- und verhaltensbedingte Gesundheitsrisiken weiter verbessern und Lebensbedingungen schaffen, die ein gesundheitsförderndes Verhalten erleichtern. Das Hamburger Gesundheitssystem ist hier in vielen Bereichen bereits gut aufgestellt.“
Der Bericht sowie weitere Hintergrundinformationen sind unter http://www.hamburg.de/diabetes abrufbar.
5 März, 2019 | Soziales, Verkehr
Im Laufe des gestrigen Montags zog das Sturmtief „Bennet“ über den Norden hinweg. Böen von bis zu 100 Kilometer pro Stunde sorgten für mehrere Verkehrsunfälle aufgrund entwurzelter Bäume und umherfliegende Dachziegel. Einige Autofahrer wurden verletzt.
Im Hamburg wurde es zum Abend hin wieder ruhiger. Eine zunächst ausgesprochene Sturmflutwarnung konnte wieder aufgehoben werden. Weiter im Norden wütete „Bennet“ jedoch auch noch in der Nacht und knickte weitere Bäume um und deckte Dächer ab. Ein Baugerüst in Kiel drohte umzufallen und in Lübeck wurden Teile eines großen Silos weggeweht, die anliegende Straße musste daraufhin gesperrt werden.
Zugverkehr ebenfalls beeinflusst
Auf mehreren Bahnstrecken mussten Züge umgeleitet werden, an vielen Stellen blockierten umgestürzte Bäume die Gleisanlagen.
Schwerste Auswirkungen in Vorpommern
Die größten Auswirkungen zeigte „Bennet“ in Vorpommern, wo es besonders viele Unfälle gab. Bei Abtshagen sind zwei Fahrzeuge aufgrund eines umgestürzten Baumes zusammengestoßen, die Insassen wurden leicht verletzt. Bei Friedland hat sich ein Scheunendach verselbständigt und landete auf der Straße.
27 Feb., 2019 | Soziales
Am gestrigen Dienstag hat ein Spezialeinsatzkommando in Hamburg und Norderstedt insgesamt sechs Wohnungen gestürmt. Die Polizei hat es dabei auf mutmaßliche Drogenhändler abgesehen.
Bei den Zugriffen wurden acht Verdächtigte festgenommen und werden nun von den Drogenfahndern des Landeskriminalsamts verhört. Diverse Drogen konnten bei den Wohnungsdurchsuchungen ebenfalls sichergestellt werden. Daneben fanden die Beamten noch Schreckschusspistolen und eine kleine Marihuana-Plantage.
5 Feb., 2019 | Beruf, Reisen, Soziales, Wirtschaft
Am gestrigen Montag hat ein ganztägiger Warnstreik des Bodenpesonals den Flugbetrieb des Hamburger Flughafens lahmgelegt. Sämtliche Landungen für den Nachmittag wurden abgesagt, weil das verbliebende Personal die Abfertigung nicht mehr gewährleisten konnte.
Zwar ist der Streik vorbei, jedoch wirkt dieser auch heute noch nach. Bis 9:30 Uhr wurden bereits zehn Flüge gestrichen. Eine Sprecherin des Flughafens begründete dies damit, dass durch den Streik die geplanten Maschinen nicht bereitstünden.
ver.di rief zum Streik auf
Die Gewerkschaft ver.di hatte zu diesem Warnstreik aufgerufen, da man dort das Angebot der Arbeitgeber aus der laufenden Tarifrunde als unzureichend abgelehnt hatte.
Von der Flughafenseite hat man kein Verständnis für diesen Streik. Pressesprecherin Katja Bromm sagte: „Wir sind in laufenden Verhandlungen und wollten am Freitag ein neues Angebot vorlegen, was wir auch tun. Für einen unangekündigten Warnstreik, so einen massiven 24-stündigen Warnstreik, ist natürlich das Verständnis hier am Flughafen ganz gering.“
Auch der für die Bodenverkehrsdienste zuständige Flughafen-Manager Christian Noack kritisierte ver.di deutlich: „Dieser unangekündigte 24-Stunden-Streik ist zum jetzigen Stand der Tarifverhandlungen völlig überzogen und maßlos.“
Das Unverständnis für den Streik zieht sich weiter bis zum Flughafenverband ADV. Auch hier hält man diese Maßnahme für absolut übertrieben.
Ver.di fordert in der aktuellen Tarifrunde eine Gehaltserhöhugn von 275 EUR für alle. Eine Sprecherin der Gewerkschaft sagte: „35 Leute sind mit der Abfertigung einer Maschine beschäftigt. Da müssen sich die Menschen auch mal überlegen, wie viel sie für ihr Ticket zahlen.“
Diskutieren Sie mit:
Was halten Sie von diesem Warnstreik? Halten Sie ihn für gerechtfertigt oder übertrieben? Schreiben Sie uns Ihren Kommentar!
4 Feb., 2019 | Soziales
A
m vergangenen Samstagabend ging ein Mann aus bislang ungeklärter Ursache im Kassenbereich des Möbelgeschäftes auf einen anderen 22-jährigen Mann mit einem Messer los und attackierte diesen mit einem Stoß in den Oberkörper. Das Opfer brach kurz darauf zusammen und wurde von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht und operiert. Er befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr. Der Täter konnte flüchten.
Nachdem eine Sofortfahndung zunächst erfolglos blieb, konnte die Polizei heute einen Verdächtigen festnehmen. Die Beamten teilten mit, dass es sich um einen 26-jährigen Deutschen handelt. Die Mordkommission ermittelt nun Tathergang und Motiv.
31 Jan., 2019 | Soziales, Wirtschaft
zwischen Großbritannien und der EU ist soweit geklärt: Nichts ist klar! Zwischen „No Deal“ und „Doch Deal“ gibt es zahlreiche Variationen, die denkbar, unrealistisch oder denkbar unrealistisch sowie möglich oder möglicherweise möglich sind; Planlosigkeit beziehungsweise fehlende Planbarkeit für alle Beteiligten inbegriffen.
Aber was bedeutet das eigentlich für Hamburg? Oder ist Hamburg überhaupt betroffen? Die Fraktionen der Hamburger Bürgerschaft sind sich soweit schon mal einig, dass alle auf einen geregelten Austritt Großbritanniens hoffen. Finanzsenator Andreas Dressel äußert sich insofern positiv, dass es „hier in der Mitte des Hauses einen sehr breiten Konsens zu Europa gibt.“
Unbillige Härten für Briten in Hamburg sollen vermieden werden. Hamburger mit britischem Pass sollen so für eine Übergangszeit von drei Monaten die gleichen Rechte wie für alle EU-Bürger behalten dürfen. Außerdem wird nach eine Lösung gesucht, die es den 29 Hamburger Beamten mit britischem Pass ermöglicht, ihren Einsatz weiter ausüben zu können.
Von der FDP kam die Forderung nach einer „Task Force Brexit“, die sich schnell um die Anliegen von Hamburger Unternehmen und Bürgern kümmern und rasche Lösungen finden soll.
Hamburg plant ein eigenes Brexit-Gesetz, mit dem es seine britischen Einwohner bis 2020 vor negativen Auswirkungen des Austritts schützen will. Dies setzt jedoch voraus, dass es ein Austritts- und Überleitungsabkommen zwischen der EU und Großbritannien gibt, teilte Staatssekretärin Annette Tabbara vor wenigen Tagen mit. Das ist aufgrund der Ablehnung im britischen Unterhaus jedoch unwahrscheinlich geworden.
Der Wegfall von bilateralen Abkommen würden aber auch die Hamburger Unternehmen zu spüren bekommen. Briten ohne Aufenthaltsgenehmigung müssten ausreisen, die Krankenversicherung des anderen Staates würde nicht mehr anerkannt werden, Zollabfertigungen würden zunehmen. Staatsrat Torsten Sevecke sagt hierzu jedoch: „Das wird den Hamburger Hafen nicht umwerfen. Der Aufwand würde vielleicht drei Prozent zunehmen, gemessen an den heutigen Aufgaben der zuständigen Behörden.“ Großbritannien wäre dann ein Drittland, wie viele andere auch.