10 Sep., 2025 | Allgemein, Bildung, Kultur, Lifestyle

Vico Magistretti, Stapelstuhl Selene, 1969, Foto: Hans Hansen, © MK&G, © Fondazione Vico Magistretti / Plakat: strobo B M
Hello Image: neue Open-Air-Ausstellung in der Jungfernstieg-Galerie
Der Verein Lebendiger Jungfernstieg, das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) und Wall verwandeln den Jungfernstieg vom 16. September bis 30. Oktober 2025 in eine kostenlos zugängliche Freiluftgalerie. Gezeigt werden 19 großformatige Fotografien des bekannten Hamburger Fotografen Hans Hansen als hochwertige Drucke in hinterleuchteten Plakatvitrinen, die der Außenwerber Wall hierfür als Sponsor zur Verfügung stellt. Die minimalistisch inszenierten Designklassiker stammen aus der Ausstellung „Hello Image. Die Inszenierung der Dinge“, die noch bis 12. April 2026 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg präsentiert wird.
Die Ausstellung befasst sich mit der kreativen Zusammenarbeit von Akteuren und Akteurinnen aus den Bereichen Design, Fotografie und Grafik und erzählt beispielhafte Geschichten des Produkt- und Werbedesigns von den Anfängen des 20. Jahrhunderts bis heute. In der Jungfernstieg-Galerie sind Abbildungen von Objekten u. a. von Marianne Brandt, Charles und Ray Eames, Rouli Lecatsa, Martin Margiela, Dieter Rams, Ettore Sottsass und Wilhelm Wagenfeld zu sehen.
„Die wertvolle Arbeit der Hamburger Kulturinstitutionen ist unersetzlich. Mit der Jungfernstieg-Galerie möchten wir die Möglichkeit bieten, bildstarke Themen sichtbar zu machen, und laden mit der aktuellen Präsentation zum niedrigschwelligen Designgenuss am Jungfernstieg ein“, erklärt Heinz-Peter Henker vom Verein Lebendiger Jungfernstieg.
„Jeder Mensch hat einen Bezug zu diesen Gegenständen, sie sind nicht mehr aus dem kulturellen Gedächtnis wegzudenken. Wir freuen uns sehr, dass Hans Hansens hochkarätige Objektfotografien für alle am Jungfernstieg zugänglich sind und dass international bekanntes Design nicht nur im MK&G, sondern auch im öffentlichen Raum Hamburgs eine Bühne bekommt“, so Alexander Stockinger, Kaufmännischer Geschäftsführer des MK&G.
AUSSTELLUNGSGESTALTUNG
Die Ausstellungsgrafik von „Hello Image“ in der Jungfernstieg-Galerie übernimmt das Münchener Grafikstudio strobo B M.
Eine Präsentation des Vereins Lebendiger Jungfernstieg e. V. in Kooperation mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und Wall.
FÖRDERUNG DER AUSSTELLUNG IM MK&G
Die Ausstellung im MK&G wird gefördert durch den Ausstellungsfonds der Freien und Hansestadt Hamburg, die Hubertus Wald Stiftung und die Ernst von Siemens Kunststiftung.
8 Sep., 2025 | Allgemein, Bildung, Kultur, Lifestyle

Druckfrisch aus den Zwanzigern, bearbeitetes Bild von Weng Xinyu, YUUE Design Studio, basierend auf dem Werbeplakat der I.G. Farben, „Indigo” zwei Damen im Qipao
Sig. Hang Zhiying, Zhiying Studio, Shanghai, China, um 1925, Farblithographie, 74,2 x 50,7 cm, Leihgabe BASF Corporate History, Ludwigshafen a. Rh., Inv. Nr. 2892
© MARKK
Neue Sonderausstellung „Druckfrisch aus den Zwanzigern“
Das MARKK präsentiert erstmalig eine Auswahl seiner weltweit einzigartigen Sammlung an Druckgrafiken. Viele der Objekte kamen im Rahmen einer der frühesten deutsch-chinesischen Forschungskooperationen zwischen 1927 und 1932 nach Hamburg.
Die Ausstellung lädt in eine faszinierende Zeit des Aufbruchs ein: Nach dem Fall des Kaiserreichs 1911 war China in den 1920er- und 30er-Jahren geprägt von rasantem Wandel, technischen Neuerungen und einer regelrechten Bilder- und Medienflut. Die moderne Druckindustrie revolutionierte die Produktion und prägte Kultur und Kommunikation nachhaltig.
In dieser bewegten Epoche entstanden neue Medien, Modetrends und visuelle Ausdrucksformen. Es entwickelte sich eine Kultur voller Erfindungsgeist, in der mit Druckverfahren experimentiert und eine neue Bildsprache entwickelt wurde, die weit über die Kunstwelt hinauswirkte.
Druckfrisch aus den Zwanzigern zeigt, wie Massenproduktion Kunst, Kommunikation, Kommerz und das Lebensgefühl einer Generation beeinflusste. Gleichzeitig wird der historische Kontext der Sammlung sichtbar: ein bedeutsamens Kapitel transkultureller Museumsgeschichte, das bis heute nachwirkt.
Gefördert durch den Ausstellungsfonds der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Mara und Holger Cassens Stiftung. In Kooperation mit der Universität Freiburg.
Laufzeit: 19. September 2025 bis 12. Juli 2026,
Ort: MARKK MUSEUM AM ROTHENBAUM, Kulturen und Künste der Welt, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg
markk-hamburg.de
24 Juli, 2024 | Allgemein, Bildung, Kultur, Lifestyle, Veranstaltungen

© Michael Kottmeier
Unbegrenztes Kinovergnügen
Filmfest Hamburg: Tag des freien Eintritts am 3. Oktober
FILMFEST HAMBURG (26.9. – 5.10.2024) schenkt allen Hamburgerinnen und Hamburgern am 3. Oktober einen kostenfreien Kino-Festival-Tag. Alle FILMFEST-Filme, die an dem Tag in den fünf Festivalkinos Abaton, Studio-Kino, Metropolis, CinemaxX Dammtor und Passage laufen, sind frei zugänglich. Auch die neun FILMFEST-UMS-ECK-Kinos Alabama, Koralle Lichtspielhaus, Magazin Filmkunsttheater, 3001, Blankeneser Kino, Hansa Filmstudio Bergedorf, Savoy Filmtheater, Astor Film Lounge und Zeise Kinos werden sich an der Aktion mit jeweils einer Filmvorführung am 3. Oktober beteiligen.
Für Festivalleiterin Malika Rabahallah geht ein Traum in Erfüllung. „Am Tag der Deutschen Einheit sitzen wir hier in Hamburg gemeinsam im Kino, um zusammen zu lachen und zu weinen und nach dem Film zu diskutieren. Und das Beste daran: Der Eintritt ist frei. Mehr Einheit geht nicht!“
Mit dieser Aktion, die mit Mitteln der Behörde für Kultur und Medien finanziert wird, möchte sich FILMFEST HAMBURG im Rahmen des 10-tägigen Festivals noch stärker in der Stadtgesellschaft verankern. Es sollen Menschen angesprochen werden, die das Festival (noch) nicht kennen, die selten oder noch nie im Kino waren und deren Teilhabe am kulturellen Leben durch verschiedene Gründe erschwert ist.
Malika Rabahallah: „Wir möchten die Hamburgerinnen und Hamburger herzlich einladen, mit uns die Welt des Films und unser großartiges Festival zu entdecken. Seit über 30 Jahren bringen wir das Weltkino mit den neuesten Filmen und mit nationalen und internationalen Gästen nach Hamburg. Dieses Jahr möchten wir gezielt, unter anderem mit Unterstützung der Deutschen Fernsehlotterie, Communities ansprechen und in die Stadtteile gehen. Wir werden für den 3. Oktober Ticket-Kontingente bereitstellen, um möglichst vielen Menschen an dem Tag einen Besuch bei FILMFEST HAMBURG zu ermöglichen. Wir möchten auch der Hapag-Lloyd-Stiftung danken, die uns mit einer zusätzlichen Förderung die deutsche Untertitelung der Filme ermöglicht.“
FILMFEST HAMBURG findet in diesem Jahr vom 26. September bis zum 5. Oktober statt. Zehn Tage lang werden die neuesten Filme aus aller Welt gezeigt. Das komplette Programm wird am 10. September bekanntgegeben.
17 Juli, 2024 | Allgemein, Bildung, Kultur, Veranstaltungen

Hanseatisches Oberlandesgericht (Neustadt), Foto: Sprinkenhof GmbH
Tag des offenen Denkmals 2024
Der Tag des offenen Denkmals findet in Hamburg vom 6. bis 8. September statt und lädt zur Erkundung der Hamburger Denkmallandschaft ein. Viele Gebäude sind sonst nicht öffentlich zugänglich und nur an diesem Wochenende für Interessierte geöffnet. Eine große Anzahl der präsentierten Denkmäler wurde mit Unterstützung der Stiftung Denkmalpflege Hamburg restauriert oder erhalten. Im Programmheft des Denkmaltags sind sie mit einem Türmchen markiert. Der Tag des offenen Denkmals findet 2024 unter dem bundesweiten Motto „Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte” statt.
Denkmäler sind „Wahr-Zeichen“: Als Symbole und Landmarken sind sie wichtige Zeugen der Vergangenheit und bieten auch heute noch Orientierung. Aufgrund ihrer historischen, kulturellen oder sozialen Relevanz haben sie herausragende Bedeutung und dienen als Identifikationspunkte. Hamburg hat über 12.000 Denkmäler und wahrscheinlich ähnlich viele Wahrzeichen. Viele von ihnen haben Symbolkraft für die Stadt oder sind von internationaler Bedeutung. Oft sind es aber auch persönliche Erlebnisse, die zu individuellen „Wahr-Zeichen“ führen: Orte der Gemeinschaft, der Freude oder der Trauer, des Staunens oder des bürgerschaftlichen Engagements.
Ob bei Führungen und Rundgängen oder auf eigene Faust, allein oder mit Familie und Bekannten, zu Fuß oder mit dem Fahrrad: Die Möglichkeiten, am Tag des offenen Denkmals – der in Hamburg ein ganzes Denkmaltag-Wochenende ist –sind vielfältig: Vor Ort wird es Besichtigungen, Führungen und Rundgänge sowie Familien- und spezielle Bau-Kultur-Angebote geben. Über 160 Denkmäler, viele davon zum ersten Mal dabei, geben in diesem Jahr exquisite Einblicke hinter Türen, die sonst verschlossen sind.
Das Programm wird Mitte August veröffentlicht: www.denkmalstiftung.de/denkmaltag
Der Tag des offenen Denkmals in Hamburg wird von der Stiftung Denkmalpflege Hamburg koordiniert und vom Denkmalschutzamt der Behörde für Kultur und Medien gefördert. Bundesweite Koordinatorin ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.
Die Stiftung Denkmalpflege Hamburg ist mit dem Hamburger Denkmaltag Kooperationspartner der Hamburger Stiftungstage, die vom 6. bis 14. September 2024 stattfinden.
11 Juni, 2024 | Allgemein, Bildung, Kultur, Lokales

„Lebensraum Tiefsee“, Deck 7 (IMMH/Alan Ginsburg)
„Lebensraum Tiefsee“ im Internationalen Maritimen Museum Hamburg
Borstenmaul und Pelikanaal: Bizarre Vielfalt der Tiefsee
Neuerdings zeigt das Internationale Maritime Museum Hamburg Fische aus dem Lebensraum der ewigen Finsternis
Elektrischer Laternenfisch, Japanischer Tannenzapfenfisch, Pelikanaal oder Längliches Borstenmaul: Ab sofort ist das Internationale Maritime Museum Hamburg um faszinierende Einblicke in bisher kaum erforschte Meeresregionen reicher. Der Ausstellungsbereich „Expedition Meer“ auf Deck 7 der Institution in der Speicherstadt gewinnt zusätzlich an Reiz. Unter der Rubrik „Lebensraum Tiefsee“ sind ab sofort rund 20 dieser höchst raren Exemplare aus der Finsternis der Ozeane ausgestellt. Die in Alkohol schwebenden Tiere sind frisch präpariert – und in ihren Farben erstaunlich intensiv. Per Druckknopf können Museumsgäste die Glasbehälter illuminieren.
Nicht minder spannend ist die Geschichte dahinter: Die Exponate stammen aus der Sammlung des verstorbenen Meeresbiologen Johannes Kinzer. Der Kieler Wissenschaftler sammelte die Tiefseetiere während seiner internationalen Expeditionen in den 1960er- bis 1990er-Jahren im Atlantik, Pazifik sowie im Indischen Ozean.
„Die Tiefsee ist der am wenigsten erforschte Raum der Erde“, sagt die promovierte Museumskuratorin Sonja Schäfer, „und auch deswegen ein interessanter und geheimnisvoller Lebensbereich.“ In der ewigen Finsternis müssen die bizarren Lebewesen spezielle Strategien entwickeln, um sich zu tarnen und Beute zu machen. „Weil diese Tiere in der Regel Teil der Forschung in Instituten sind, werden sie fast nie für Ausstellungen zur Verfügung gestellt“, weiß der Kieler Ozeanforscher und Buchautor Gerd Hoffmann-Wieck. Ein erfahrener Präparator setzte die seltenen Lebewesen, eine langfristige Leihgabe des GEOMAR in Kiel, sehenswert in Szene. Die Wissenschaftler sind sich einig: Es handelt sich um biologische Besonderheiten mit Seltenheitswert.
29 Mai, 2024 | Allgemein, Bildung, Lifestyle, Lokales, Veranstaltungen

Die »Waldgang« im Altonaer Volkspark (2022) – Foto: Waldgang
Langer Tag der StadtNatur Hamburg
Extreme Vielfalt
Mehr als 200 Veranstaltungen lassen Stadtbewohner*innen die Natur ganz neu entdecken. Der Schwerpunkt 2024 widmet sich der teilweise hoch spezialisierten Vielfalt in der heimischen Flora und Fauna.
Wir sind umzingelt, im besten Sinn. Wir begegnen ihnen täglich, den vielen Spezialist*innen um uns herum. Nein, nicht Handwerker*innen oder Studierte sind gemeint, sondern die große Vielfalt von Lebewesen in Flora und Fauna, mit denen wir Stadtmenschen unser „natürliches“ Habitat teilen. Am Langen Tag der StadtNatur stehen sie im Fokus – Spezialisten in Flora und Fauna, die im Verborgenen blühen, die Kunststücke des täglichen Überlebens praktizieren, die zur großen Vielfalt des Daseins beitragen, deren Anpassungsfähigkeit an eine sich rapide verändernde Lebenswirklichkeit verblüfft. Ihnen ist der diesjährige Schwerpunkt des Langen Tags der StadtNatur gewidmet.
Die Teilnehmer*innen können bei den vielfältigen Veranstaltungen den Kräften der Natur nachspüren, die sich selbst an den unwirtlichsten Orten durchsetzen. In Hamburg und der Metropolregion führen Exkursionen zu Pflanzen und Tieren, die auf Salzwiesen, auf Brachflächen im Hamburger Hafen, in den Auenlandschaften der Tideelbe, in der Kalkberghöhle in Bad Segeberg oder in trocken-warmen Gebieten wie in der Lüneburger Heide und den Boberger Dünen ein Zuhause finden. Selbst Asphalt und Mauerwerk bieten Lebensräume und sogar wildlebende Tiere suchen sich Nischen und werden zu perfekt angepassten Neu-Städtern. Dem Einfallsreichtum der Natur sind scheinbar keine Grenzen gesetzt …
Das Angebot umfasst Führungen zu Land und zu Wasser, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Boot, Aktionen für Kinder und Familien, für Kreative und Wissensdurstige. Achtsamkeits-Veranstaltungen helfen, die Sinne zu schärfen, Harmonie zu erfahren, die eigene Mitte auszuloten und auf die feinen Stimmen der Natur – den Wind im Gras, die Biene im Flug, das Zwitschern in den Baumkronen – zu lauschen. Erleben mit allen Sinnen! Alle Aktivitäten werden auch in diesem Jahr von engagierten Experten und Expertinnen begleitet. Traditionell beteiligen sich über hundert Organisationen und Einzelpersonen am Langen Tag der StadtNatur Hamburg, u. a. der Botanische Verein zu Hamburg, das Gut Karlshöhe, das Museum der Natur Hamburg, das Biosphaerium Elbtalaue, der Regionalpark Wedeler Au, die Stiftung Lebensraum Elbe, der Verein Jordsand, der NABU und BUND Hamburg, Untere Naturschutzbehörden in der Metropolregion, die Hamburger Umweltbehörde BUKEA und viele mehr. Der Lange Tag der StadtNatur ist ein Projekt der Loki Schmidt Stiftung.
Sa., 15. und So., 16. Juni 2024
Das ganze Programm www.tagderstadtnaturhamburg.de und in der App Natürlich Hamburg!
Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen ebenda oder telefonisch.
Viele Veranstaltungen kostenlos