Dauerparker vom Flughafen sollen aus den Wohngebieten verschwinden

Für die Anwohner rund um den Hamburger Flughafen ist es seit Jahren ein Dauerärgernis: Fluggäste, die sich die Parkgebühren am Flughafen sparen wollen und daher ihr Fahrzeug in den angrenzenden Wohngebieten abstellen. Bereits 1991 hat der Landesbetrieb Verkehr mit einem Bewohnerparkgebiet reagiert, um dem entgegenzuwirken.

Anwohnerparkgebiet wird erweitert

Bisher dürfen zwischen der Flughafen-/Zeppelinstraße und der Alsterkrugchaussee nur Anwohner mit entsprechendem Anwohnerausweis parken. Zukünftig soll sich dieses Anwohnerparkgebiet bis zur Röntgenstraße im Süden und bis zu U-Bahn-Linie 1 im Osten erstrecken. In Richtung Norden soll es bis zur Langenhorner Chaussee und Beim Schäferhof nur noch Anwohnern das Parken gestattet sein. Die Änderungen sollen noch vor den Sommerferien in Kraft treten.

618 Schrottautos in diesem Jahr eingesammelt

Die Hamburger Behörden haben jedes Jahr mit illegal abgestellten Schrottautos zu kämpfen. Das ergab eine kleine Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten Jens Wolf (CDU) an den Senat. Die Mehrzahl dieser Autos wurde im Bezirk Mitte abgeschleppt.

Entsorgung wird dem Eigentümer angekündigt

Bevor ein Auto von den Hamburger Behörden abgeschleppt wird, bekommt es einen Aufkleber, der das Schicksal des Kraftfahrzeugs vorwarnt. Das allerdings scheint viele Besitzer nicht zu stören. Auch schriftliche Anschreiben an die Eigentümer bleiben oft ohne Reaktion. In allen Fällen, in denen der Halter oder Verursacher ermittelt werden kann, muss dieser mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen und die Kosten der Entsorgung oder Verwertung tragen, und das kann ziemlich teuer werden.

Senat kämpft gegen illegale Urlaubsvermietung

Am gestrigen Dienstag hat der Hamburger Senat einen Entwurf zur Änderung im Wohnraumschutz beschlossen. Hiervon dürften insbeondere private Vermietungsportale wie Airbnb nicht sehr erfreut sein.

Vermietete Privatwohnungen müssen registriert werden

Das Problem ist kein Neues: Private Immobilienbesitzer vermieten ihre Wohnungen nicht zu Wohnzwecken, sondern als Ferienunterkunft an ständig wechselnde Gäste. Hiermit lässt sich mehr Gewinn erzielen, als mit regulären Mietverträgen. Dies ist jedoch in der Regel nicht erlaubt, da als Wohnraum deklarierte Immobilien nicht kommerziell vermietet werden dürfen. Eine Kontrolle war bislang jedoch kaum möglich.

Zukünftig soll eine Untervermietung nur noch erlaubt sein, wenn sich die Eigentümer für ihre Wohnung eine Wohnraumschutznummer ausstellen lassen. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagt hierzu: „Es gehe nicht darum, Krieg gegen Airbnb zu führen. Niemand hat etwas gegen Untervermietung. Aber wir haben etwas dagegen, dass Wohnraum missbraucht wird. Es darf nicht passieren, dass Wohnraum entzogen wird, den die Bewohnerinnen und Bewohner Hamburgs dringend benötigen.“

Schärfere Auflagen gegen Vermieter

Eine Wohnung darf nur noch maximal zwei statt sechs Monate kommerziell vermietet werden. Die Anbieter müssen hierüber einen Belegungskalender führen. Kontrolliert werden soll das von 22 Wohnraumschützern. Bei Verstößen droht ein Bußgeld bis zu einer halben Million Euro.

Airbnb not amused

Das Onlinevermietungsportal für private Objekte äußerte sich unerfreut. „Diese Pläne schaden den Hamburger Bürgern, die gelegentlich ihr Zuhause vermieten und am Tourismus teilhaben wollen“, verlautete es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Gleichzeitig hatte man dort aber offenbar Hamburg angeboten, an einem gemeinsamen Registrierungssystem zu arbeiten, um der Stadt bei der Unterscheidung zwischen professionellen Anbietern und gelegentlichen Privatvermietungen zu unterstützen.

Diskutieren Sie mit: Wie sinnvoll ist ein solches Gesetz? Wie groß ist das Problem mit Privatwohnungen, die an wechselnde Feriengäste vermietet werden? Wie sind Ihre Erfahrungen? Schreiben Sie uns Ihr Kommentar.

Elbtunnel wieder teilweise gesperrt

Es stehen mal wieder Bauarbeiten an. Die zweite Elbtunnelröhre wird für die nächsten drei Wochen vollständig gesperrt und mit einer neuen Asphaltschicht versehen. Außerdem werden neue Fahrbahnübergänge und Sensoren zur Messung der Verkehrsdichte im Tunnel installiert.

Nur noch drei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung

Während der Bauarbeiten wird der Verkehr auf der A7 auf je drei Fahrstreifen pro Richtung verengt. Am ersten Bautag staute sich der Verkehr morgens bereits auf zwölf Kilometern ab Hamburg-Südwest. Mit solchen Verkehrsbehinderungen ist auch während der gesamten Bauzeit bis zum 28. Juni zu rechnen.

Sanierung an der vierten Röhre ist abgeschlossen

Dafür steht die vierte Röhre den Autofahrern wieder voll zur Verfügung. Die Anfang Juni begonnene Überprüfung der Ventilatoren und Brandlüftung wurden bereits vergangene Woche beendet.

Hamburger Airport – Neuer Rekord bei Verspätungen

Auf dem Hamburger Flughafen bahnt sich ein nicht ganz so rühmlicher neuer Rekord an: Bereits in den ersten vier Monaten dieses Jahres sind rund 260 Maschinen erst nach 23 Uhr in Fuhlsbüttel gelandet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies bereits mehr als 50 Prozent. Auch im Mai sieht die Lage nicht besser aus, genaue Zahlen werden zum Ende der Woche erwartet.

Hamburg ist nicht allein

Leider ist der Flughafen in unserer Stadt kein Einzelfall. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch auf anderen europäischen Flughäfen. Die Airlines machen Streiks von Flugloten und witterungsbedingte Probleme hierfür verantwortlich. Bei der Hamburger Beratungsgesellschaft Airborne sieht man außerdem die Ursache in immer enger gefasste Flugpläne, die kaum Spielraum für Unvorhergesehenes lassen.

Hamburgs Tourismus boomt

 

Die Statistikzahlen sprechen eindeutig für Hamburg: Touristen lieben unsere Stadt! im vergangenen Jahr wurde mit 13,8 Millionen Übernachtungen zum 17. Mal in Folge der Rekord gebrochen. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 3,7 Prozent.

Interessant hierbei: Es gibt immer mehr ausländische Besucher. Treibende Kraft sind wohl auch die Billig-Airlines, die zwischenzeitlich zahlreiche Flugverbindungen aus Großbritannien anbieten, so dass allein bei den Briten ein Anstieg von 13,2 Prozent zum Vorjahr zu verzeichnet ist.

Spitzenreiter der ausländischen Gäste bleiben auch trotz eines leichten Rückgangs weiterhin die Dänen mit mehr als 385.000 Besuchern.

Der G20-Gipfel im Juli hatte übrigens keinerlei negative Auswirkungen auf die Übernachtungszahlen. Dafür aber wohl die Anziehungskraft der Elbphilharmonie und dessen große Aufmerksamkeit in den internationalen Medien.

Consent Management Platform von Real Cookie Banner