12 Juni, 2018 | Soziales
Im Hamburger Stadtteil Ochsenwerder wird ein 61-jähriger Wassersportler vermisst. Der Mann war am Montagabend mit seinem Surfboard zum Stand-Up-Paddling auf den Hohendeicher See gefahren. Seine Freundin ging derweil mit dem gemeinsamen Hund spazieren. Bei ihrer Rückkehr fehlte von dem Wassersportler jede Spur. Das Paddel und das Surfbrett schwammen jedoch noch auf dem Wasser.
Polizei und Feuerwehr suchten mit einem Großaufgebot den See ab
Nachdem die Freundin sofort die Polizei und Feuerwehr alarmierte, rückte diese gegen 21:30 Uhr zum auch als Oortkaten See bekannte Gewässer und suchten mit Booten, Hubschrauber und Wärmebildkameras nach dem Vermissten. Gegen 0 Uhr mussten die rund 40 Einsatzkräfte die Suche jedoch ergebnislos abbrechen. Auch nachdem am heutigen Dienstagmorgen die Suche fortgesetzt wurde, konnte bislang noch keine weitere Spur gefunden werden. Die Polizei geht nun davon aus, dass der Vermisste ertrunken sei.
Nachtrag: die Polizei bestätigte am Dienstagnachmittag den Tod des vermissten Mannes. Eine Sondereinsatztruppe der Feuerwehr fand mit einem Unterwassersonargerät den Leichnahm im Wasser. Die Gerichtsmedizin soll nun noch die Todesursache ermitteln.
12 Juni, 2018 | Reisen, Soziales
Auf dem Hamburger Flughafen bahnt sich ein nicht ganz so rühmlicher neuer Rekord an: Bereits in den ersten vier Monaten dieses Jahres sind rund 260 Maschinen erst nach 23 Uhr in Fuhlsbüttel gelandet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies bereits mehr als 50 Prozent. Auch im Mai sieht die Lage nicht besser aus, genaue Zahlen werden zum Ende der Woche erwartet.
Hamburg ist nicht allein
Leider ist der Flughafen in unserer Stadt kein Einzelfall. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch auf anderen europäischen Flughäfen. Die Airlines machen Streiks von Flugloten und witterungsbedingte Probleme hierfür verantwortlich. Bei der Hamburger Beratungsgesellschaft Airborne sieht man außerdem die Ursache in immer enger gefasste Flugpläne, die kaum Spielraum für Unvorhergesehenes lassen.
17 Mai, 2018 | Soziales
Die Polizei und Staatsanwaltschaft hat auf der Seite der Polizei weitere Fotos von rund 100 mutmaßlichen Gewalttätern ins Internet gestellt, die bei dem G20-Gipfel vor rund zehn Monaten aufgenommen wurden, und bittet die Bevölkerung um Mithilfe zur Identifizierung dieser Personen.
Hier geht es zu den Fotos der Polizeiseite
Die bislang unbekannten Verdächtigten werden gefährliche Körperverletzung, schwerer Landfriedensbruch oder Plünderung vorgeworfen.
Bereits im vergangenen Dezember hatte die Polizei die bis dahin größte Öffentlichkeitsfahndung ihrer Geschichte gestartet und damit von 107 Verdächtigten 35 Personen identifizieren können. Der Polizeisprecher Timo Zill wertete dies als vollen Erfolg, da die bei anderen Fahndungsarten sonst übliche Erfolgsquote von rund 5 Prozent hier mit rund 33 Prozent um ein Vielfaches höher ausgefallen ist.
Die Polizei geht davon aus, dass während des G20-Gipfels rund 6.000 Täter aktiv waren, die schwerpunktmäßig im Hamburger Schanzenviertel randaliert und geplündert hätten. Hiervon wurden bislang 40 Tätiger verurteilt. Die Strafen reichten von Geldbußen bis zu dreieinhalb Jahren Haft. Insgesamt werden mehr als 3.200 Ermittlungsverfahren geführt.
Allerdings gibt es auch rund 140 Verfahren gegen Polizisten. Ein Sonderausschuss der Bürgerschaft bemüht sich um die politische Aufklärung der Ereignisse. Bislang wurde jedoch noch kein Polizist angeklagt.
Die Veröffentlichung der Fotos ist umstritten. Christiane Schneider von den Linken rügte, dass die abgebildeten Personen lediglich aufgrund ihrer mutmaßlichen Beteiligung gebrandmarkt werden können, egal ob sie verurteilt werden oder nicht. Die Staatsanwaltschaft hält jedoch dagegen, dass es keinen Fall gäbe, bei dem jemand zu Unrecht in die Öffentlichkeitsfahndung geraten sei.
2 Mai, 2018 | Soziales
D
ie befürchteten und angekündigten Krawalle zum 1. Mai blieben in der Hansestadt diesmal aus. Die Polizei spricht von einem erfolgreichen Tag. Trotz vereinzelter Ausschreitungen und Festnahmen bliebt es so friedlich wie lange nicht.
Unter dem Motto „Kapitalismus – immer noch scheiße!“ zog eine Demonstration vom Hauptbahnhof in den Stadtteil Wandsbek. Einige explodierte Böller und zerkratzte Autos und einem Polizisten, der aus der Menge heraus mit einem Faustschlag angegriffen wurde, gab es keine größeren Zwischenfälle.
Auch im Schanzenviertel blieb in diesem Jahr alles ruhig. Rund um das linksautonome Zentrum Rote Flora gab es zehn Monate vorher schwere Ausschreitungen während des G-20-Gipfels.
Bei den traditionellen Mai-Kundgebungen der Gewerkschaften blieben größere Störungen ebenfalls aus. Mehrere Tausend Menschen trafen sich zu einer Kundgebung des DGB unter dem Motto „Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit“. Hamburgs erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Bischöfin Kirsten Fehrs nahmen ebenfalls teil. Die DGB-Chefin und Hauptrednerin in Barmbek Katja Karger beklagte eine Tarifflucht zahlreicher Arbeitgeber. „Bundesweit sind nur noch die Hälfte der Beschäftigten durch einen Tarifvertrag geschützt, im Einzelhandel sogar nur noch 40 Prozent.“ Daneben kritisierte sie die Arbeitsbedingungen in der Pflege und in den Kliniken.
19 Apr., 2018 | Soziales
Am heutigen Donnerstagmorgen haben rund 90 Behördenmitarbeiter und 60 Polizisten ein Haus an der Walddörfer Straße in Wandsbek überprüft. In einer über dreistündigen Razzia sollte ermittelt werden, inwieweit hier durch organisierten Missbrauch Mieter unter unmenschlichen Wohnverhältnissen leben und durch Mietwucher ausgebeutet werden.
Das Gebäude soll ein Hotel sein
In dem als Hotel registrierten Gebäude sind 93 Menschen -überwiegend Bulgaren- mit ihrem Wohnsitz gemeldet, was nicht erlaubt ist. Offensichtlich waren jedoch noch weitaus mehr Personen unerlaubt dauerhaft in den kleinen Appartements untergebracht. Der Sprecher der Sozialbehörde, Marcel Schweitzer, sagte, dass Menschen aus Osteuropa auf dem Hamburger Wohnungsmarkt wenig Chancen hätten. Das nutzen einzelne Leute aus.
Schwerpunkt war nicht die Überprüfung der Bewohner
Der Einsatz richtete sich nicht gegen die Bewohner. „Wir wollen an die Hinterleute. Wir wollen nicht, dass Menschen ausgebeutet werden“, so Schweitzer. „Wir haben Bewohnerinnen und Bewohner freundlich gefragt, ob wir eintreten dürfen.“ Schweizer berichtet, dass sich viele sogar gefreut hätten, dass überhaupt mal jemand vorbeikommt und nachfragt. Neben Familien und Kindern, die in diesem Gebäude untergebracht waren, wurde auch ein Bordell betrieben. Der als Kegelbahn deklarierte Keller wird augenscheinlich gerade zu einer Saunalandschaft umgebaut.
Das Gebäude ist in einem schlechten Zustand. Elektroleitungen liegen offen, die Wandverkleidungen sind kaputt, Schimmel macht sich breit. Aufgrund der erheblichen Verstöße gegen den Brandschutz wird sogar überlegt, ob einzelne Appartements geräumt werden müssen. Für Ersatzunterkünfte wolle man aber sorgen.
Für rund die Hälfte der gemeldeten Bewohner hat der Staat die Miete bezahlt. Das Jobcenter prüfe nun, ob ein Missbrauch vorliegt. Mieter berichteten, dass sie knapp 700 EUR pro Monat für rund 40 Quadratmeter zahlen müssen. Die Zahlung erfolge teilweise bar an den Hausmeister.
26 März, 2018 | Soziales |
Am kommenden Mittwoch wird sich in der Bürgerschaft darum gestritten, ob Polizisten zukünftig eine Nummer tragen müssen, damit sie bei Einsätzen wiedererkannt werden können. Im Koalitionsvertrag der SPD und Grüne wurde bereits festgelegt, dass über die Einführung gesprochen werden solle, der Antrag kam jetzt jedoch von den Linken. Die Polizeigewerkschaft positioniert sich jedoch klar gegen eine Kennzeichnungspflicht
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Sollten Polizisten in Einsätzen eindeutig identifizierbar sein? Was spricht dafür, was dagegen?