Diesel-Fahrverbot: Hamburg will Plan umsetzen

Nachdem das Bundesverwaltungsgericht gestern grünes Licht für innerstädtische Fahrverbote für Dieselfahrzeuge gegeben hat, kündigte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) umgehend mit, dass die bereits vom Senat beschlossenen Maßnahmen in Hamburg planmäßig umgesetzt werden. Somit ist in bereits wenigen Wochen damit zu rechnen, dass zunächst auf rund 600 Meter der Max-Brauer-Allee und der Stresemannstraße eine Durchfahrtbeschränkung für Dieselfahrzeuge, die nicht der Abgasnorm 6 oder Euro VI entsprechen, eingerichtet wird. Ausnahmen wird es für Anwohner, deren Besucher, Krankenwagen, Müllfahrzeuge oder Lieferverkehre geben.

Kerstan fordert die Einführung einer blauen Plakette, damit die Durchfahrtbeschränkungen auch kontrolliert werden können. Hierbei stößt er jedoch auf Widerstand der Verkehrsbehörde, die eine solche Plakette ablehnt.

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Hamburg in Eiseskälte

Morgen ist der meteorologische Frühlingsbeginn und es ist so kalt wie lange nicht mehr. In Hamburg fielen die Temperarturen auf minus 12 Grad, in Lübeck teilweise sogar bis minus 20 Grad, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Im Ganzen war der Februar damit kälter, trockener und deutlich sonniger als im langjährigen Durchschnitt.

 

Entspannung auf den Straßen lässt noch auf sich warten

Zwar sind bei uns in Hamburg die Straßen überwiegend gut befahrbar, das könnte sich zum Wochenende jedoch ändern. Nämlich dann, wenn die erwartete Temperaturerhöhung eintritt und gleichzeitig die als Regen herunterkommenden Niederschläge auf den noch tiefgefrorenen Boden treffen. Hamburgs Autofahrer dürften sich daher zum Beginn der neuen Woche noch einmal auf widrige Umstände einstellen.

Im Norden Schleswig-Holsteins ist die Lage auch jetzt schon prekär. Schlechte Sicht, viel Schnee und Schneeverwehungen sorgten laut Angaben der Polizei allein in der Nacht zum Mittwoch für ein Dutzend Unfälle. Auf der A24 zwischen Witzhave und Talkau kam es zu einer schweren Massenkarambolage mit 16 zum Teil schwer verletzten Menschen.

Vorsicht vor gefrorenen Teichen und Seen

Auch, wenn die eisigen Flächen schon einladen, die bisherige Kälte reiche noch nicht aus, dass die Gewässer ausreichend Last tragen. Die Hamburger Umweltbehörde warnt daher, das Eis zu betreten, es bestehe höchste Lebensgefahr.

Hamburgs Tourismus boomt

 

Die Statistikzahlen sprechen eindeutig für Hamburg: Touristen lieben unsere Stadt! im vergangenen Jahr wurde mit 13,8 Millionen Übernachtungen zum 17. Mal in Folge der Rekord gebrochen. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 3,7 Prozent.

Interessant hierbei: Es gibt immer mehr ausländische Besucher. Treibende Kraft sind wohl auch die Billig-Airlines, die zwischenzeitlich zahlreiche Flugverbindungen aus Großbritannien anbieten, so dass allein bei den Briten ein Anstieg von 13,2 Prozent zum Vorjahr zu verzeichnet ist.

Spitzenreiter der ausländischen Gäste bleiben auch trotz eines leichten Rückgangs weiterhin die Dänen mit mehr als 385.000 Besuchern.

Der G20-Gipfel im Juli hatte übrigens keinerlei negative Auswirkungen auf die Übernachtungszahlen. Dafür aber wohl die Anziehungskraft der Elbphilharmonie und dessen große Aufmerksamkeit in den internationalen Medien.

Kommen Dieselfahrverbote auch in Hamburg?

In Leipzig wird heute verhandelt, ob Fahrverbote für Dieselautos in Städten zulässig sind. Das Urteil, welches heute bereits gesprochen werden könnte, würde eine bundesweite Signalwirkung haben.

Sollte das Urteil pro Fahrverbot ausfallen, dürfte dies auch Auswirkungen auf die Dieselfahrzeughalter im Norden haben. Auch in Hamburg könnten dann Durchfahrtsbeschränkungen bereits innerhalb weniger Wochen kommen. Der Luftreinhalteplan von 2017 sieht bereits zwei Strecken vor, die betroffen sein könnten: Teile der Max-Brauer-Allee und der Stresemannstraße. Für Anwohner, Lieferanten und die Müllabfuhr soll es jedoch Ausnahmeregelungen geben.

Umweltschützer hingegen fordern noch weitreichendere Fahrverbote in Hamburg.

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Erneut „Anti-Merkel“-Demo auf dem Gänsemarkt

Rund 230 Menschen haben sich am vergangenen Montagabend nach Polizeiangaben auf dem Gänsemarkt versammelt, um gegen das „System-Merkel“ zu demonstrieren. Ihnen entgegen stellten sich rund 700 Gegendemonstranten. Die Polizei hat den Platz komplett abgesperrt, um Auseinandersetzungen zu vermeiden.

Neben kleineren Rangeleien gab es jedoch keine Ausschreitungen. Lediglich zwei Personen aus der linken Szene wurden in Gewahrsam genommen.

Wer hinter der Anmeldung der Kundgebung steht, ist unklar. Die Anmelderin selbst sei nach Polizeiangaben bisher nicht öffentlich in Erscheinung getreten.