„WasserFest“ in der Galerie der Handwerkskammer

Zum 60jährigen Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks Hamburg e.V. (AdK) zeigen 46 Mitglieder vom 5. bis zum 15. Oktober 2016 in der Galerie der Handwerkskammer ihre Arbeiten aus den Bereichen Glas, Keramik, Schmuck, Textil, Papier und Möbelbau. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Sonderschau von 10 Kunsthandwerkern aus Hamburgs Partnerstadt Shanghai.

Seit 1956 versammelt die AdK angewandte Künstler und Künstlerinnen in der Hansestadt, die mit großer Materialkenntnis und schöpferischer Kraft einzigartige Produkte schaffen. Erlesene Dinge des täglichen Gebrauchs, die unsere Kultur nicht nur sichtbar und greifbar machen, sondern auch Tradition und Innovation ganz selbstverständlich miteinander verbinden.

Um die Menschen in Hamburg und Umgebung dafür zu sensibilisieren, wie essenziell wichtig das Wasser für das Handwerk ist, widmen die Mitglieder der AdK Hamburg die Ausstellung zu ihrem 60-jährigen Bestehen diesem Thema.

Wasser ist nicht nur die Grundlage allen Lebens, sondern auch die Grundlage jeden Handwerks. Die Töpfer und Papiergestalter brauchen es ebenso, wie die Textilkünstler, die Glasbläser, die Drechsler oder die Schmuck- und Metallkünstler.

Während der 14-tägigen Ausstellungsdauer sollen die Besucher darüber informiert werden, wie viel Wasser in den einzelnen Objekten steckt.

„Die Menschen im digitalen Zeitalter sehnen sich nach Handarbeit, nach „Arbeit mit allen Sinnen“. In Bezug auf das Kunsthandwerk bedeutet das eine neue Sichtweise und Wertschätzung, die weit über die Freude an schönen Dingen hinausgeht.“ So beschreibt Isabelle Hofmann, 1. Vorsitzende der AdK Hamburg die positive Entwicklung des Kunsthandwerks in der öffentlichen Wahrnehmung nach Jahren des „elitären Nischendaseins“.

Zur Ausstellungseröffnung am 4. Oktober um 19 Uhr sprechen Josef Katzer (Präsident der Handwerkskammer), Dr. Carsten Brosda (Staatsrat der Kulturbehörde Hamburg), Sili Dai (Geschäftsführerin der Shanghai Creative Designers Association), Isabelle Hofmann (Vorsitzende der AdK Hamburg), Dr. Rüdiger Joppien (ehem. Museum für Kunst und Gewerbe) und Augustin Martin Noffke (Denker und Künstler).

Am Eröffnungsabend werden der Preis der Handwerkskammer Hamburg für das beste Einzelstück und der Förderpreis der AdK Hamburg verliehen.

Ausstellungsdauer: 5. bis 15. Oktober 2016
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10-20 Uhr,
Samstag und Sonntag 12-18 Uhr
Ort: Handwerkskammer Hamburg
Holstenwall 12, 20355 Hamburg
www.adk-hamburg.de

Früh gecheckt ist lange gespart

Die Heizung auf den Herbst vorbereiten

Vieles ändert sich, wenn die kalten Monate des Jahres nahen. Der Kleiderschrank wird umgeräumt, die Autoreifen gewechselt oder die Daunendecke kommt wieder zum Einsatz. Eine Sache wird jedoch häufig vergessen, ist aber mindestens genauso wichtig, um im Herbst und Winter gut gerüstet zu sein: die Heizung. Um während der kalten Monate keine Probleme zu kriegen, empfiehlt es sich, bereits im Spätsommer vorzusorgen.

Nicht nur hinsichtlich der Wärmeleistung für den Winter muss die Heizung früh geprüft werden, es entsteht zusätzlich ein positiver Nebeneffekt: die Heizung birgt Sparpotenziale. Wer nicht direkt in eine neue Heizung investieren möchte, sollte zumindest die Anlage vom Profi prüfen lassen. „Die regelmäßige Wartung der Heizung durch einen Fachmann erhöht die Lebensdauer der Anlage und senkt die Energiekosten“, bestätigen die Experten der Deutschen Energie-Agentur (dena). Die Wartung vom Handwerker ist jedoch nicht der einzige Schritt, der für die Vorsorge der Heizung getätigt werden kann. Auch ein hydraulischer Abgleich sorgt für stressfreie Winter. Dabei berechnet der Fachmann die erforderliche Wärmeleistung pro Raum. Und richtet dann entsprechend die benötigte Wassermenge sowie ideale Vorlauftemperatur der Anlage ein. So wird die optimale Wasserfließmenge sichergestellt – und ein ungleichmäßiges Heizen verhindert, was wiederum zu höheren Kosten führen würde.

Eine dritte vorsorgende Maßnahme betrifft die Kontrolle des Thermostatventils. Nach den Sommermonaten kann es passieren, dass aufgrund von Korrosions-Prozessen im Heizungssystem die Ventile nicht mehr funktionsfähig sind. Hier sollte der Ventileinsatz gewechselt oder das Ventil samt Thermostatfühler komplett ausgetauscht werden. Moderne Heizkörperthermostate regeln die Raumtemperaturen energiesparend und effizient.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den hydraulischen Abgleich sowie Produkte, die ihm dienen, mit 30 Prozent der förderfähigen Ausgaben oder maximal 25.000 Euro pro Projekt.

Damit der Traum vom Eigenheim nicht platzt

So stellen sich Hauskäufer auf die neuen Regeln für Immobilienkredite ein

Seit März 2016 gilt die neue Wohnimmobilienkredit-Richtlinie – und mit ihr verschärfte Regeln bei der Vergabe von Baudarlehen. Baufinanzierungsexperte Ralf Oberländer von der Bausparkasse Schwäbisch Hall erläutert, was die strengere Vorgabe für künftige Bauherren und Hauskäufer bedeutet.

1. Genügend Eigenkapital mitbringen

Bei jeder soliden Finanzierung sollten mindestens 25 Prozent der Gesamtkosten aus Eigenmitteln bestritten werden. Denn jeder Euro, den man sich leihen muss, verteuert die Finanzierung. Zum Eigenkapital werden Bargeld, Bank- und Bausparguthaben sowie sonstige Vermögenswerte, die kurzfristig liquide gemacht werden können, gerechnet. Seit Inkrafttreten der neuen Vorgaben dürfen sich Banken nicht mehr maßgeblich darauf stützen, dass die Immobilie im Wert steigt. Hinweis: Beim Immobilienkauf auch die Nebenkosten berücksichtigen. Notar- und Maklergebühren oder die Grunderwerbsteuer können sich insgesamt auf bis zu 15 Prozent des Kaufpreises summieren.

2. Ein solides Einkommen wird wichtiger

Die Banken prüfen die Einkommenssituation jetzt sehr genau. Ein ausreichendes Einkommen ist gegeben, wenn die monatlichen Raten für Zins und Tilgung ungefähr ein Drittel der Einkünfte nicht überschreiten und der Kredit dennoch bis zum Renteneintritt abbezahlt werden kann. Wer seine Finanzierung hingegen nicht bis dahin tilgen kann, muss genau nachweisen, dass er auch dann weiterhin seinen Zins- und Tilgungsleistungen nachkommen kann. Unbedingt beachten: Das Alltagsleben geht auch für Bauherren weiter. Unvorhergesehene Ausgaben, wie etwa eine größere Autoreparatur, müssen problemlos bezahlbar bleiben. Darum nicht den letzten Cent des Nettoeinkommens verplanen und sicherheitshalber eine Reserve in Höhe von rund drei Monatsgehältern bilden.

3. Die individuelle Lebensplanung berücksichtigen

Das Leben verläuft bekanntlich nicht immer nach Plan: Ein plötzlicher Jobwechsel oder gar der Verlust der Arbeitsstelle können natürlich nicht auf den Immobilienkauf abgestimmt werden. Doch ein bewusster Wechsel des Jobs und damit einhergehend ein Umzug in eine andere Stadt sollten vor den Immobilienplänen abgeschlossen sein. Denn bei der Entscheidung, ob angehende Bauherren einen Kredit erhalten, wird nur das verstetigte Einkommen, das bereits nachweisbar über längere Zeit verdient wird, berücksichtigt. Wer keine unbefristete Stelle hat oder Kinder plant, der muss im Zweifel nach Alternativen suchen. So können bspw. Eltern als Bürgen aushelfen.

4. Früh an die Anschlussfinanzierung denken

Sicher ist: Irgendwann kommt der Tag, an dem die Zinsbindung für einen bestehenden Kredit ausläuft. Bei einem Wechsel der Bank wird ein neuer Kreditvertrag abgeschlossen, für den dann ebenfalls die strengen neuen Regeln für die Kreditprüfung gelten. Daher sollte sich der Kreditnehmer schon frühzeitig über eine Anschlussfinanzierung informieren. Für ihn gibt es zwei Möglichkeiten, sich die aktuell niedrigen Zinsen für den Zeitpunkt der Umschuldung zu sichern: Ein sogenanntes Forward- Darlehen wird dem Darlehensnehmer nach einer zuvor festgelegten Vorlaufzeit ausgezahlt. Je länger die Vorlaufzeit ist, desto höher fällt auch der Zinsaufschlag aus. Wer im Laufe der Finanzierung wieder mehr finanziellen Spielraum hat, kann alternativ einen Bausparvertrag in Höhe der Restschuld ansparen. Bis zum Ende der Zinsbindung sollten mind. 25 Prozent der Bausparsumme erreicht sein.