Page 7 - Alsterrundschau Weihnachten 2025
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Alster Rundschau wohnen & leben im alter Seite 7
Jeder vierte Exzessiv-Konsument leidet an COPD – Krankheit nur durch Rauchstopp aufzuhalten
Bald atemlos? Zahl der Tabaksüchtigen stark gestiegen
Ein pfeifendes Geräusch beim Luftholen, hartnäcki- eine Tabakabhängigkeit ärztlich diagnostiziert wurde“, zieren. Positive Effekte stellen sich dann bereits nach
ger Husten, Atemnot: Rauchen gilt als Hauptrisikofaktor betont Michael Falkenstein, KKH-Experte für Suchtfra- kurzer Zeit ein: Die Lunge beginnt sich zu erholen, Hu-
für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung gen. Der Anteil der COPD-erkrankten Tabakkonsumen- sten, Luftnot und Verschleimung bessern sich, Infekte
(COPD), eine der häufigsten Todesursachen weltweit. ten im Allgemeinen dürfte also weitaus höher sein. Neben der Atemwege werden seltener. Die Erkrankung schrei-
Umso bedenklicher ist es, dass der exzessive Konsum aktiven Raucher:innen haben auch diejenigen Menschen tet nicht mehr oder nur noch sehr langsam voran. Zudem
von Tabak weiter zugenommen hat. Das zeigen Daten, ein erhöhtes COPD-Risiko, die über einen längeren Zeit- profitiert das Herz-Kreislauf-System, denn die Durch-
die die KKH Kaufmännische Krankenkasse ausgewer- raum passiv Zigarettenqualm einatmen oder am Arbeits- blutung regeneriert sich innerhalb weniger Wochen nach
tet hat. Demnach stieg die Zahl der Tabaksüchtigen von platz hohen Luftbelastungen wie Chemikalien und Staub der letzten Zigarette. Damit sinkt auch das Risiko, einen
2013 auf 2023 um fast die Hälfte an (47,5 Prozent). Laut ausgesetzt sind. Auch Dampfen ist gefährlich: „Der Irr- Herzinfarkt zu erleiden. „Was viele nicht wissen: Auf-
KKH-Hochrechnung wurden 2023 bundesweit rund glaube, dass E-Zigaretten und Wasserpfeifen die weniger hören lohnt sich in jedem Alter. Selbst wer erst als über
sechs Millionen Menschen wegen Tabakabhängigkeit, schädliche Alternative zu herkömmlichen Zigaretten sind, 60-Jähriger auf Zigaretten verzichtet, senkt das Risiko
Entzugserscheinungen, eines akuten Tabakrauschs oder ist noch immer weit verbreitet", sagt Falkenstein. „Doch für Herz-Kreislauferkrankungen bereits innerhalb we-
weiterer psychischer Probleme aufgrund von Tabak das ist ein Trugschluss. Auch auf diese Weise werden niger Jahre erheblich“, appelliert der Suchtexperte. Dies
ärztlich behandelt. Fast ein Viertel dieser exzessiven Stoffe inhaliert, die der Lunge schaden.“ gelte auch für diejenigen Raucher, die nicht an einer
Raucher (22,8 Prozent) war zu diesem Zeitpunkt auch Eine COPD entsteht durch Entzündungen der unteren COPD leiden. Denn für Tabak gilt: Es gibt keinen unbe-
an einer COPD erkrankt. Zehn Jahre zuvor lag die Quo- Atemwege. Es kommt zu einer chronischen Verengung denklichen Gebrauch. Schon bei einer Zigarette pro Tag
te noch bei 19,5 Prozent. der Bronchien, die Patient:innen sprichwörtlich immer steigt das Risiko für eine Herzerkrankung und einen
Am kritischsten ist die Lage in Thüringen: Dort stieg mehr die Luft nimmt. Dauerhafte Schäden an der Lunge Schlaganfall.
die Zahl der Tabaksüchtigen im Zehnjahresvergleich auf sind die Folge. Betroffene haben zudem ein höheres Die KKH hält für Raucher ein individuelles Präven-
das Doppelte an (99,6 Prozent). Das geringste Plus ver- Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden oder an Lungen- tionsprogramm zur Entwöhnung bereit: Nichtraucher-
zeichnet die KKH hingegen mit rund 26 Prozent in Ham- krebs zu erkranken. Je weiter die Krankheit fortschreitet, Helden | KKH. Versicherten, die bereits an COPD er-
burg. Der größte Anteil an COPD-erkrankten Starkrau- desto weniger belastbar werden die Patient:innen. Ir- krankt sind, bietet die KKH die Teilnahme an einem
chern lebt wiederum im Saarland (26 Prozent im aktu- gendwann treten selbst im Ruhezustand Atembeschwer- sogenannten Disease Management Programm (DMP)
ellsten Auswertungsjahr 2023). Hier bildet Mecklenburg- den auf. an: DMP bei COPD | KKH. Im Rahmen dieses Pro-
Vorpommern mit einem Anteil von 16 Prozent das „Nichtraucher werden – das ist die beste und einzig gramms arbeitet die hausärztliche Praxis mit fachärztli-
Schlusslicht. richtige Maßnahme, um ein Fortschreiten der Erkrankung chen Einrichtungen zusammen, die Betroffene unter
„Unsere Zahlen zeigen nur die Spitze des Eisbergs, zu verhindern“, betont Falkenstein. Wichtig sei, den anderem zum Zusammenhang zwischen Rauchen und
denn wir können nur diejenigen Fälle auswerten, in denen Tabakkonsum gänzlich zu stoppen, nicht nur zu redu- COPD sowie zur Tabakentwöhnung beraten.
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