Page 23 - Alsterrundschau Sommer 2025
P. 23

Alster Rundschau                     mal drüber reden ...                                                     Seite 23

                      Trotz-Dem Gruppe der Alzheimer Gesellschaft


            Hamburg e. V. gewinnt Hamburger Selbsthilfepreis 2025


             Große Freude bei der Alzheimer Gesellschaft   Bedeutung der Gruppe: „Demenz in jungen Jahren    Feierliche Preisverleihung
           Hamburg e. V.: Die von ihr initiierte Gesprächs-  ist ein Schicksal, das besonders berührt. Die Ge-  Die Auszeichnung wurde am Freitag, 4. Juli 2025,
           gruppe „Trotz-Dem“ wurde mit dem Hamburger   sprächsgruppe Trotz-Dem gibt Betroffenen nicht nur   im Rahmen des Fachforums „Klimawandel und ge-
           Selbsthilfepreis 2025 der Ersatzkassen im Haus   ein Wir-Gefühl und neuen Lebensmut. Sie ist auch   sundheitsbezogene Selbsthilfe: Was jetzt wichtig wird“
           des Sports in Hamburg-Eimsbüttel ausgezeichnet.   ein wichtiger Beitrag, um die Sprachlosigkeit in der   im Haus des Sports, Alexander-Otto-Saal, Hamburg-
           Der Preis würdigt das besondere Engagement im   Gesellschaft im Umgang mit der Krankheit zu durch-  Eimsbüttel, übergeben. Die Gruppe dankt dem vdek
           Bereich der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe und   brechen.“                   sowie der Jury für diese große Anerkennung und sieht
           ist mit 5.000 Euro dotiert.                                                        sie als Ansporn, ihre Arbeit für junge an Demenz
                                                                                              erkrankte Menschen weiter auszubauen.
             Die Gruppe „Trotz-Dem“ richtet sich spe-
           ziell an Menschen, die bereits vor dem 65.                                           Der Selbsthilfepreis der Ersatzkassen wurde
           Lebensjahr an einer Demenz erkrankt sind –                                         in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen. Die
           eine Zielgruppe, deren Bedürfnisse in der öf-                                      Jury bestand aus Vertreterinnen und Vertretern
           fentlichen Wahrnehmung oft zu kurz kommen.                                         aus Wissenschaft, Politik, Gesundheitswesen
           Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen                                         und Medien. Die Ersatzkassen – TK, BARMER,
           sich einmal im Monat in einem professionell                                        DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK – ge-
           begleiteten Rahmen, um sich offen und selbst-                                      hören zu den größten Förderern der gesundheits-
           bestimmt auszutauschen. Themen sind u. a.:                                         bezogenen Selbsthilfe in Hamburg.
           „Kann ich noch weiter arbeiten?“, „Was be-
           deutet die Diagnose für meine Partnerschaft?“                                      Weitere Informationen unter:
           oder „Wie erkläre ich meinen Kindern, was mit                                      www.alzheimer-hamburg.de/angebote/anker-
           mir los ist?“                                                                      punkt-jungedemenz
              Neben dem wertvollen Gesprächsaustausch                                         www.vdek.com/LVen/HAM/Vertragspartner/
           gestalten die Gruppenmitglieder auch gemein-                                       Selbsthilfe/Selbst hilfepreis.html
           sam Freizeitaktivitäten und entwickelten u. a.
           einen Button mit der Aufschrift „Ich habe eine                                       Interesse? Kontakt & Anmeldung
           Demenz & bitte um Geduld“ – ein einfaches, aber   Die Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. V. setzt   Wenn Sie mehr über das Projekt erfahren oder sich
           starkes Signal für mehr Verständnis im Alltag. Die   sich seit vielen Jahren für die Bedürfnisse von Men-  anmelden möchten, wenden Sie sich bitte an:
           Initiative steht unter dem Motto: „Redet nicht über   schen mit Demenz und deren Angehörige ein – mit   Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. V.
           uns, sondern mit uns.“                  besonderen Angeboten wie dem Projekt „Ankerpunkt   Stefanie Klinowski und Christine Berg
              Kathrin Herbst, Leiterin der vdek-Landesvertre-  Junge Demenz“, in dessen Rahmen die „Trotz-Dem“   ankerpunkt-junge-demenz@alzheimer-hamburg.de
           tung Hamburg, würdigte bei der Preisverleihung die   Gruppe entstanden ist.    Tel: 040 88 14 177 283 oder 286
                               Vom 18. bis 21. Juli 2025 im Altonaer Museum – Teilnahme kostenfrei
               Wie wir im Alter wohnen wollen? - ein Kunstprojekt

                          zum Mitmachen für Menschen ab 60plus


             Die Künstlerinnen Kristine Thiemann und   Podiumsdiskussion „Wie wir im Alter wohnen   gestellt und fotografiert werden.
             Eva Kolb veranstalten seit 2023 im Altonaer   wollen?“, Freitag, 18. Juli 2025, um 15 Uhr
             Museum Kunstprojekte, bei denen die krea-  Früher oder später kommt es, das Alter, und da-  Workshop-Tag 3: „Was wäre, wenn … wir gemein-
             tive Arbeit mit Menschen ab 60plus im Mit-  mit die Frage: Wie möchten oder können wir   sam wohnen würden oder ein Haus bauen könn-
             telpunkt steht. In ihrem aktuellen Projekt,   wohnen? Wie begegnen wir dem Gefühl von   ten?“, Montag, 21 Juli 2025, von 10 bis 16 Uhr
             das von 18. bis 21. Juli 2025 als „Wohnen spe-  Einsamkeit und wo finden wir Orte der Begeg-  Am dritten Workshop-Tag werden die beiden
             zial“ im Altonaer Museum stattfindet, dreht   nung?                          Themen „Gestaltung von Wohnräumen“ und
             sich alles um die Frage „Wie wir im Alter                                    „Kulissen-Fotos“ wieder aufgegriffen und fort-
             wohnen wollen“.                       Workshop-Tag 1: „Was wäre, wenn ... wir selbst   gesetzt werden - Neueinsteiger sind aber herzlich
                                                   ein Haus zum älter werden bauen könnten?“,   willkommen! Am Ende sollen die Ergebnisse
             Mit einer Podiumsdiskussion zum Auftakt und   Samstag, 19 Juli 2025, von 10 bis 16 Uhr  der letzten Tage zusammengetragen und in einer
             drei aufeinanderfolgenden Workshops möchten   In diesem Workshop sollen die Teilnehmenden   gemeinsamen Präsentation vorgestellt werden.
             die beiden Künstlerinnen die Teilnehmenden   Gestaltungsideen entwerfen, die sowohl die eige-
             dazu einladen, sich zu den Vorstellungen, Wün-  nen Wohn- und Lebensbedürfnisse befragen als   Die Anmeldung zu den Workshops erfolgt über:
             schen aber auch Sorgen zum Thema „Wohnen   auch über die eigenen 4 Wände hinausweisen:   Antje Trutia, Hildegard und Horst Röder-Stiftung,
             im Alter“ auszutauschen und ihre Erkundungen   Wie möchte ich wohnen und vor allem mit wem?   Tel. 040 55 77 90 04, Mail: at@roeder-stiftung.de
             in Form von Fotografien, Collagen und Raum-                                  Das Workshop-Programm ist so ausgerichtet, dass
             gestaltungen zum Ausdruck zu bringen.  Workshop-Tag 2: „Was wäre, wenn … wir ge-  die Teilnahme für einen, mehrere oder auch nur für
                                                   meinsam wohnen würden?“, Sonntag, 20. Juli   halbe Tage möglich ist. In den Pausen gibt es die
              Der Besuch dieses Kunstprojekts zum Mitma-  2025, von 10 bis 16 Uhr         Möglichkeit, im Museumscafé Mittag zu essen.
             chen ist kostenfrei, zur Teilnahme an den Work-  Inspiriert von Kunstwerken zu verschiedenen
             shops wird um Anmeldung gebeten. Das Projekt   Wohnformen entwerfen Teilnehmende Szenari-  Weitere Informationen zum gesamten Pro-
             wird gefördert von der Hildegard und Horst   en des Zusammenlebens und des Alleinseins und   gramm des Kunstprojekts unter:
             Röder-Stiftung.                       bauen eine echte Kulisse, in der die Szenen nach-  https://dingekunst.de/aktuelles/
   18   19   20   21   22   23   24